Lymphdrainage

Die Lymphflüssigkeit spielt für den Gewebestoffwechsel eine wichtige Rolle.

 

Am Tag entstehen etwa 20 Liter Zwischenzellflüssigkeit in Spalten des Bindegewebes. Von ihr werden die Zellen mit Mineralien, Vitaminen und Eiweiß versorgt. Rund 18 Liter davon werden direkt wieder von den Blutgefäßen aufgenommen und gelangen in kleinste Venen und somit zurück in den Kreislauf. Was nicht über das Blutkreislaufsystem an Ort und Stelle abtransportiert werden kann, wie „Abfälle“ der Zellen, Fremdkörper als auch unverbrauchtes Eiweiß, wird durch die ca. 2 Liter verbleibende Lymphflüssigkeit in den Lymphbahnen abtransportiert. Lymphe fließt viel langsamer als Blut. So braucht Lymphe aus den Füßen 10 Minuten, bis sie in den Blutkreislauf eintritt. Sie wird mit einem Tempo von 9 Meter pro Stunde durch den Körper geleitet.

 

Die manuelle Lymphmassage ist daher überall dort angezeigt, wo sich Lymphflüssigkeit aufgrund einer Bindegewebsschwäche, in Folge einer Krankheit oder Verletzung staut. Durch die mangelnde Bewegung kommt es zur Ödembildung. Die Massage hilft den Lymphfluss wieder zu regulieren. Es handelt sich um eine spezielle, schonende und sanfte Massage der Haut. Die Griffe arbeiten sich wie mit „Katzenpfoten“, sanft und weich, den Verlauf der Lymphgefäße entlang.

 

Der Haupteffekt der manuellen Lymphmassage liegt darin, eine optimale Gewebsdrainierung zu erreichen, eine Abschwellung der Ödeme. Der Patient erfährt eine Schmerzlinderung, Entspannung und Beruhigung des Gewebes, sowie Stärkung des Abwehrsystems. Die Massage wird eingesetzt bei Hauterkrankungen, wie Akne, Blutergüsse, Gesichtsödeme, Rosacea, Tränensäcke, Teleangiektasen, Narben und bei Stresszuständen. Die Lymphmassage wurde in den 1930er Jahren entwickelt von Dr. Phil. Emil Vodder. 1963 führte der Arzt  Dr. Asdonk dieses weiche Verfahren in die ärztliche Praxis ein.

 

 

 

Behandlungsdauer

Bitte planen Sie für die Behandlungszeit mit Erstgespräch 45-60 Minuten ein. Die Lymphdrainage für Gesicht und Hals benötigt ca. 20-25 Minuten.